Stockfotos im Karriere-Bereich kosten Sie Bewerbungen
Bewerber erkennen Stockfotos sofort. Signal: „Die nehmen Recruiting nicht ernst." Was echte Team-Bilder kosten, was sie bringen, wie Sie sie selbst machen.
Bewerber erkennen Stockfotos sofort. Signal: „Die nehmen Recruiting nicht ernst." Was echte Team-Bilder kosten, was sie bringen, wie Sie sie selbst machen.
Ein Foto sagt mehr als tausend Worte. Stockfotos sagen leider auch was - nur das Falsche.
Wenn Ihre Karriere-Seite mit lachenden Models am Whiteboard, perfekt manikürten Händen am Laptop und unbeschwerten „Geschäftsleuten" in Glasbüros geschmückt ist, lesen Bewerber: diese Praxis war zu faul oder zu billig, um echte Bilder zu machen.
Daraus folgt: was hat sie sonst noch ausgelassen? Wo wird sonst gespart? Wie ist der echte Arbeitsplatz wirklich? Die Skepsis pflanzt sich fort.
Bewerber unter 35 sind mit Stockfotos aufgewachsen. Sie sehen sie auf Versicherungs-Webseiten, in Spam-E-Mails, auf Pseudo-News-Artikeln. Ihr Gehirn hat ein hochtrainiertes „Stockfoto"-Erkennungsmodul. Die Tells:
Ein professionelles Team-Shoot kostet je nach Region und Aufwand 600-1.800€ für einen halben Tag. Sie bekommen 25-50 verwertbare Bilder. Wenn Sie das auf 3 Jahre Nutzung rechnen, sind das 30€/Monat - weniger als Ihre Kaffeemaschine.
DIY-Variante: ein gutes Smartphone reicht heute. Wichtig: ein Tag, an dem das Team gut gelaunt ist, kein Streit, alle pünktlich. Tageslicht. Mehrere Settings (Empfang, Behandlungsraum, Pause). Ein:e Mitarbeiter:in fotografiert die anderen. 30 Minuten, kostet null Euro.
Was nicht funktioniert: Selfies aus dem Smartphone der Praxisinhaberin, die mit ARG (automatischer Gesichtserkennung) verzerrt sind. Schlechte Beleuchtung. Verwackelte Bilder. Nur eine Person, immer dieselbe.
Damit echte Team-Bilder ihre Wirkung entfalten, müssen sie ein paar Bedingungen erfüllen:
Wenn echte Team-Fotos da sind, passiert etwas Spezifisches: der Bewerber stellt sich vor, mit diesen Leuten zu arbeiten. Er sieht Anna, Markus, Jasmin und denkt: „Mit denen könnte ich. Die wirken nett." Oder eben nicht - was auch okay ist, weil der Bewerber sich dann gar nicht erst bewirbt und Sie keinen Mismatch erleben.
Ohne echte Team-Fotos kann sich der Bewerber nichts vorstellen. Es ist abstrakt, fremd. Er bewirbt sich seltener. Und wenn er sich bewirbt, ist er beim ersten Termin überrascht („Ah, ihr seid das"), was nicht ideal ist.
„Aber unser Team will nicht öffentlich fotografiert werden."
Antwort: das ist verständlich, aber es ist ein Recruiting-Selbstmord. Wenn niemand öffentlich erscheint, signalisiert das: hier identifizieren sich Leute nicht mit der Firma. Bewerber liest: schlechtes Klima.
Lösung: Fragen Sie. Den meisten ist das okay, wenn sie gefragt werden und wissen, dass ihre Bilder nur auf der Karriere-Seite und Social Media erscheinen. Wer absolut nicht will, kommt halt nicht aufs Bild. Aber es müssen 3-5 Leute dabei sein, sonst wirkt's weiter abstrakt.
Schauen Sie sich die Karriere-Seiten der 5 nächsten Praxen in Ihrer Stadt an. Achten Sie auf die Bilder. Wenn dort echte Team-Fotos sind und bei Ihnen Stockfotos, haben Sie beim Recruiting strukturell verloren - egal wie gut Ihre Stelle ist.
Das ist eine der billigsten Verbesserungen, die Sie machen können. Ein Nachmittag Foto-Shoot. Eingebaut in eine moderne Karriere-Webseite, refinanziert sich das schon mit der ersten Einstellung, die Sie sonst nicht bekommen hätten.
Kein Verkaufsgespräch - ein ehrlicher Machbarkeits-Check. Wir prüfen, ob Ihre Stelle in Ihrem Einzugsgebiet wirklich besetzbar ist. Passt es nicht, sagen wir es Ihnen - bevor Sie einen Cent ausgeben. Wir arbeiten exklusiv, ein Betrieb pro Fachrichtung und Gebiet.