Mitarbeiterempfehlung Maschinenbau: die Prämie
Ihre Techniker kennen Techniker. Was eine Empfehlungsprämie kosten darf, wann sie ausgezahlt wird und warum die meisten Programme nach drei Monaten einschlafen.
Ihre Techniker kennen Techniker. Was eine Empfehlungsprämie kosten darf, wann sie ausgezahlt wird und warum die meisten Programme nach drei Monaten einschlafen.
Ihre Servicetechniker kennen Servicetechniker. Ihre Zerspaner kennen Zerspaner – aus der Berufsschule, vom vorherigen Arbeitgeber, aus der Nachbarhalle beim Zulieferer, vom Kundendienst des Wettbewerbers. In einem Markt, in dem nur ein Viertel der Fachkräfte aktiv suchen und ein Drittel wechselbereit sind, ohne zu suchen (EY-Jobstudie), ist das der einzige Kanal, den Sie bereits besitzen.
Und der einzige, der die Frage beantwortet, die ein beschäftigter Techniker zuerst stellt: Wie geht es in dem Betrieb wirklich zu?
Nicht wegen der Prämie. Wegen vier handwerklicher Fehler:
1. Niemand weiß, wen Sie suchen. „Wir suchen immer gute Leute“ ist keine Information. Ein Techniker denkt nicht in offenen Stellen, sondern an konkrete Menschen – und nur, wenn er weiß, welches Profil gemeint ist. Ein Aushang mit „Servicetechniker Region Süd, Radius 200 km, keine Zweischicht“ löst Erinnerung aus. „Wir stellen ein“ nicht.
2. Der Empfehlende weiß nicht, was passiert. Er nennt einen Namen, dann hört er nie wieder etwas. Beim nächsten Mal nennt er keinen. Das ist der häufigste Grund, warum ein Programm stirbt – nicht mangelndes Interesse, sondern fehlende Rückmeldung.
3. Die Prämie kommt zu spät. Auszahlung erst nach der Probezeit heißt: sechs Monate später. Die Verbindung zwischen Handlung und Belohnung ist dann gerissen.
4. Der Empfohlene läuft in denselben Prozess wie jeder andere. Er bewirbt sich, wartet vier Tage und fragt seinen Bekannten, ob der Betrieb überhaupt Interesse hat. Damit ist genau der Vertrauensvorschuss verbraucht, der den Kanal ausmacht.
Ein Teil bei Vertragsunterschrift, der Rest nach bestandener Probezeit. Die erste Stufe ist das Signal, dass es das Programm wirklich gibt; die zweite koppelt an das Ergebnis, das zählt. Die Höhe orientiert sich sinnvollerweise an dem, was Sie sonst für dieselbe Besetzung zahlen würden – bei einem Vermittlungshonorar von 15 bis 25 Prozent des Bruttojahresgehalts ist eine Empfehlungsprämie auch bei deutlich vierstelligen Beträgen noch die günstigere Rechnung.
Ein Aushang in der Werkstatt und in der Umkleide, mit Stellenbezeichnung, Einsatzgebiet, Schichtmodell und Prämienhöhe. Bei jeder neuen Stelle aktualisiert. Wer erinnert werden soll, braucht einen Anlass.
Innerhalb von zwei Tagen: „Danke, wir haben ihn erreicht“ oder „Danke, er ist nicht drangegangen – hast du noch eine Nummer?“ Das kostet nichts und ist der Unterschied zwischen einem lebenden und einem toten Programm.
Nicht die Standardstrecke. Ein Anruf innerhalb von 24 Stunden, direkt vom Serviceleiter, mit Bezug auf den Empfehlenden. Der Vertrauensvorschuss ist verderblich – wer ihn nicht innerhalb weniger Tage nutzt, hat einen normalen Bewerber vor sich, nur mit höherer Erwartung.
Damit daraus keine Wunderlösung wird: Empfehlungen skalieren nicht. Ein Team von zwölf Technikern hat ein Netzwerk von vielleicht dreißig bis fünfzig erreichbaren Personen, von denen die meisten gerade nicht wechseln wollen. Über ein bis zwei Besetzungen im Jahr kommt man damit selten hinaus.
Zweitens neigen Empfehlungen zur Homogenität: Man empfiehlt Menschen aus dem eigenen Umfeld, mit ähnlichem Weg und ähnlichem Alter. In einem Betrieb, dessen Serviceteam bereits im Schnitt über fünfzig ist, verschärft das die Altersstruktur eher, als es sie löst. Mehr dazu in „Altersstruktur Maschinenbau: die Lücke“.
Drittens ersetzen sie keinen Kanal zu denen, die nicht suchen außerhalb dieses Netzwerks. Sie sind ein Baustein, nicht das Fundament.
| Weg | Kosten je Besetzung | Volumen im Jahr |
|---|---|---|
| Empfehlung | Prämie, meist deutlich unter dem Honorar | 1–2 |
| Personalvermittler | 15–25 % des Bruttojahresgehalts | unbegrenzt |
| Eigenes System | einmaliger Aufbau | unbegrenzt |
Ein Empfehlungsprogramm ist der günstigste Kanal, den Maschinen- und Anlagenbauer und technische Servicebetriebe haben – und er deckt einen kleinen Teil des Bedarfs. Wer mehrere technische Stellen im Jahr besetzt, braucht beides: das Programm für die einfachen Fälle und einen belastbaren Zufluss für den Rest.
Wie dieser Zufluss aufgebaut wird und danach im Betrieb bleibt, steht auf der Seite zum Inhouse-Recruiting-System.
Tragen Sie sich ein. Sobald in Ihrem Gebiet ein Platz frei wird, melden wir uns – mit einer Einschätzung, nicht mit einem Angebot.
Wie es weitergeht
Systemhaus, keine Agentur
Kein Personalvermittler, keine Retainer-Agentur, keine Zeitarbeit. Wir bauen die Eigenbesetzung einmal bei Ihnen ein und übergeben sie mit Zugängen und Vorlagen. Danach besetzen Sie per Klick – ohne Honorar je Kopf, ohne monatliche Gebühr, ohne uns.
Was mit der Übergabe wegfällt
Was bleibt – in Ihrem Haus
Das Werbebudget zahlen Sie weiter direkt an die Plattform, über Ihre eigenen Konten. Nach dem einmaligen Aufbau fließt an uns nichts mehr – das ist der Unterschied, nicht die Kampagne.
Wie die Eigenbesetzung aufgebaut wird