Personalvermittler Maschinenbau: die Kosten
15 bis 25 Prozent des Jahresgehalts, BDU-Schnitt 27,5 Prozent. Einmal verkraftbar – über mehrere Besetzungen im Jahr sieht es anders aus.
15 bis 25 Prozent des Jahresgehalts, BDU-Schnitt 27,5 Prozent. Einmal verkraftbar – über mehrere Besetzungen im Jahr sieht es anders aus.
Ein Personalvermittler kostet im deutschen Markt zwischen 15 und 25 Prozent des Bruttojahresgehalts. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen weist für 2024 ein durchschnittliches Honorar von 27,5 Prozent des Zieleinkommens aus – das Zieleinkommen enthält variable Anteile, die Bezugsgröße ist also höher als das Grundgehalt. Für Fachkräfte liegt die Spanne meist bei 15 bis 18 Prozent, im mittleren Management bei 20 bis 25 Prozent.
Das ist die Zahl, die in jedem Angebot steht. Sie ist nicht das Problem. Das Problem ist die Zahl daneben: wie oft Sie sie zahlen.
Nehmen wir einen Servicetechniker. Der Durchschnitt für Servicetechniker im Außendienst liegt bei rund 3.369 Euro brutto im Monat, die Spanne reicht von 2.734 bis 4.177 Euro – macht überschlägig 40.400 Euro im Jahr.
| Honorarsatz | Kosten je Besetzung |
|---|---|
| 15 % (unteres Ende) | rund 6.100 € |
| 22 % (Mitte der Spanne) | rund 8.900 € |
| 27,5 % (BDU-Marktschnitt) | rund 11.100 € |
Für eine dringende Einzelbesetzung ist das eine vertretbare Rechnung – gerade gemessen an den Vakanzkosten, die bei 106 Tagen Anzeigenlaufzeit im Median anlaufen. Wer eine einzelne Schlüsselstelle schnell besetzen muss und keine eigene Struktur hat, fährt mit einem Vermittler in der Regel besser als mit einer Anzeige.
Das sagen wir ausdrücklich, weil es der Punkt ist, an dem die meisten Vergleichsartikel unehrlich werden.
Der Maschinen- und Anlagenbauer oder technische Servicebetrieb mit 150 Mitarbeitern besetzt keine Stelle. Er besetzt acht bis zwölf technische Stellen im Jahr – bei 10 bis 15 Prozent Fluktuation in gewerblich-technischen Rollen ist das der Normalfall, nicht die Ausnahme.
| Besetzungen im Jahr | bei 22 % Honorar | über fünf Jahre |
|---|---|---|
| 3 | rund 26.700 € | rund 133.500 € |
| 5 | rund 44.500 € | rund 222.500 € |
| 8 | rund 71.200 € | rund 356.000 € |
| 12 | rund 106.800 € | rund 534.000 € |
Die Zahlen gelten für Servicetechniker-Niveau. Bei Meistern, Technikern oder Projektleitern mit höherem Gehalt und höherem Honorarsatz verschieben sie sich nach oben.
Und in dieser Tabelle fehlt noch der eigentliche Punkt: Nach fünf Jahren und einer halben Million Euro hat der Betrieb nichts, das ihm bei der nächsten Stelle hilft. Kein Anzeigenkonto, keine Zielgruppen, keine Bewerberdatenbank, keine Texte, keine Erkenntnis darüber, welche Ansprache in seiner Region funktioniert. Die nächste Vakanz beginnt bei null.
Sie kaufen: einen Kopf, schnell, mit Zugriff auf ein bestehendes Netzwerk und meist mit einer Nachbesetzungsgarantie für einige Monate.
Sie kaufen nicht: die Fähigkeit, es beim nächsten Mal selbst zu tun. Das ist keine Kritik am Geschäftsmodell – es ist das Geschäftsmodell. Ein Vermittler, der Sie unabhängig macht, hat einen Kunden weniger.
Dasselbe gilt für die drei anderen Wege, die im Maschinenbau und im technischen Service üblich sind:
Die Schwelle liegt bei zwei technischen Stellen im Jahr. Ein Vermittler nimmt 15 bis 25 Prozent vom Jahresgehalt – bei zwei Besetzungen ist das die Größenordnung, in der sich ein eigener Aufbau gegen die wiederkehrende Rechnung trägt.
Darunter ist ein Vermittler in der Regel die günstigere Rechnung. Wer zwei Techniker im Jahr einstellt, lastet kein System aus und sollte keines bauen; die Unabhängigkeit ist den Aufbau dann nur wert, wenn sie aus anderen Gründen wichtig ist – etwa weil ein Standort neu aufgebaut wird oder eine Altersstruktur absehbar mehrere Abgänge auf einmal produziert.
Darüber kehrt sich die Rechnung um, und zwar dauerhaft: Der Aufbau ist eine einmalige Investition, das Honorar ist ein wiederkehrender Posten. Der Schnittpunkt liegt je nach Gehaltsniveau und Rollenzahl im ersten bis zweiten Jahr.
| Personalvermittler | Eigenes System | |
|---|---|---|
| Kosten | je Besetzung, wiederkehrend | einmalig für den Aufbau |
| Geschwindigkeit bei Stelle 1 | hoch | vergleichbar |
| Geschwindigkeit bei Stelle 6 | gleich wie bei Stelle 1 | deutlich höher |
| Was bleibt im Betrieb | nichts | Konten, Vorlagen, Bewerberdaten, Ablauf |
| Sinnvoll ab | ab der ersten Stelle | ab zwei Besetzungen im Jahr |
| Nicht sinnvoll bei | hoher Frequenz | ein bis zwei Stellen im Jahr |
Was Ihre eigene Vakanz kostet, können Sie im Vakanzrechner mit Ihren Zahlen nachrechnen. Und wie ein System aussieht, das nach dem Aufbau Ihrem Betrieb gehört, steht auf der Seite zum Inhouse-Recruiting-System.
Tragen Sie sich ein. Sobald in Ihrem Gebiet ein Platz frei wird, melden wir uns – mit einer Einschätzung, nicht mit einem Angebot.
Wie es weitergeht
Systemhaus, keine Agentur
Kein Personalvermittler, keine Retainer-Agentur, keine Zeitarbeit. Wir bauen die Eigenbesetzung einmal bei Ihnen ein und übergeben sie mit Zugängen und Vorlagen. Danach besetzen Sie per Klick – ohne Honorar je Kopf, ohne monatliche Gebühr, ohne uns.
Was mit der Übergabe wegfällt
Was bleibt – in Ihrem Haus
Das Werbebudget zahlen Sie weiter direkt an die Plattform, über Ihre eigenen Konten. Nach dem einmaligen Aufbau fließt an uns nichts mehr – das ist der Unterschied, nicht die Kampagne.
Wie die Eigenbesetzung aufgebaut wird