Der zweite Schock: Wenn Bewerber nach dem Termin-Angebot still werden
Sie laden zum Gespräch ein. Funkstille. Sie denken „komische Bewerber". Dabei hat er sich für die Praxis mit der hübscheren Webseite entschieden.
Sie laden zum Gespräch ein. Funkstille. Sie denken „komische Bewerber". Dabei hat er sich für die Praxis mit der hübscheren Webseite entschieden.
Bewerbung kommt rein. Sie freuen sich. Lebenslauf passt, Erfahrung stimmt, sympathisch geschrieben. Sie antworten noch am gleichen Tag, schlagen zwei Termine vor. Und dann: nichts.
Kein Termin. Keine Absage. Keine Rückfrage. Sie warten drei Tage und schreiben nochmal. Wieder nichts. Beim vierten Versuch denken Sie: „Komische Bewerber heute. Unzuverlässig."
Nein. Das ist nicht „komisch heute". Das ist der zweite Schock, und er passiert öfter, als Sie denken.
Beim Bewerben war das nur ein Klick. Stelle gesehen, Lebenslauf hochgeladen, abgesendet, weiter zur nächsten Anzeige. Er hat sich bei 10 Praxen gleichzeitig beworben. Ihre Webseite hat er beim Bewerben überhaupt nicht angeschaut - nur die Stellenanzeige selbst.
Dann kommt Ihre Antwort. „Wir würden uns freuen, Sie kennenzulernen. Termin Dienstag oder Donnerstag?" Jetzt - und erst jetzt - schaut er sich Ihre Praxis wirklich an. Klickt auf die Webseite. Liest die Über-uns-Seite. Schaut die Team-Fotos an (falls vorhanden). Scrollt durch. Vergleicht mit den anderen Praxen, die ebenfalls geantwortet haben.
Wir haben mit Bewerbern in der Pflege, in MFA-Stellen, in der Physio gesprochen, die das genau so beschreiben. Die Gedanken, die zur „Nicht-Antwort" führen, sind erstaunlich konsistent:
Er trifft die Entscheidung, bei wem er den Termin wahrnimmt - und bei wem nicht. Bei Ihnen hat er nicht aktiv gegen Sie entschieden. Er hat einfach für die moderner wirkende Praxis entschieden. Sie sind nicht abgesagt - Sie sind nicht ausgewählt.
Bewerber, die nach Termin-Angebot abspringen, schreiben Ihnen fast nie eine ehrliche Absage. Sie schreiben gar nichts. Aus drei Gründen:
In unseren Gesprächen mit Praxen schätzen wir die Quote auf 30-45% der Bewerbungen, die nach Termin-Angebot stillstehen. Das ist viel. Das ist potentiell jede dritte qualifizierte Bewerbung, die Sie eigentlich schon hatten. Und sie wandert zur Konkurrenz - nicht weil die fachlich besser ist, sondern weil ihre Webseite besser wirkt.
Sie haben also nicht nur einen Bewerber-Akquise-Funnel, sondern auch einen Bewerber-Behalten-Funnel. Beide enden auf Ihrer Webseite. Und beide leaken am gleichen Ort.
Bevor Sie die nächste Bewerbung beantworten: schauen Sie selbst auf Ihre Webseite mit den Augen eines Bewerbers, der schon woanders Zusagen hat. Würden Sie sich für sich entscheiden, wenn Sie Alternativen haben?
Wenn die Antwort nicht klar „ja" ist, dann muss die Webseite vor der nächsten Recruiting-Welle dran. Sonst verlieren Sie weiter Bewerber, die Sie eigentlich schon gewonnen hatten - und merken es nicht einmal.
Kein Verkaufsgespräch - ein ehrlicher Machbarkeits-Check. Wir prüfen, ob Ihre Stelle in Ihrem Einzugsgebiet wirklich besetzbar ist. Passt es nicht, sagen wir es Ihnen - bevor Sie einen Cent ausgeben. Wir arbeiten exklusiv, ein Betrieb pro Fachrichtung und Gebiet.